Ralf Peters: Kant und Kunst

12.5.2024 Vernissage 15 – 18 Uhr
Künstlergespräch 16.00

26.5.2024 Finissage 15-18  
danach Film über das Projekt und andere künstlerische Auseinandersetzungen mit Kant

Aus Anlass des 300. Geburtstags von Immanuel Kant zeigt NICO ein Land Art Projekt das der Kölner Künstler Ralf Peters 2016 am Westwall in der Eifel umgesetzt hat.
In der Nähe der belgischen Grenze am Hollerather Knie hat er auf zehn Steinen der sogenannten Höckerlinie die Überschriften aus Kants „Zum Ewigen Frieden“ aufgebracht. Kants Schrift gehört zu den wichtigsten politisch-philosophischen Texten der Neuzeit, auf den sich jede Friedensarbeit bis heute berufen kann. 

Dem Ort, an dem u.a. die Ardennenoffensive startete, bei der unzählige Soldaten einen sinnlosen Tod starben, wurde mit der Aktion eine neue Bedeutungsschicht eingeschrieben. Gegen die vermeintliche Haltbarkeit des Beton der Höckerlinie und der Bunker setzt Ralf Peters die Stärke des Gedankens, der trotz aller scheinbaren Flüchtigkeit durch die Jahrhunderte wirkt – auch dann noch, wenn die Hinterlassenschaften der Nazi-Diktatur sich aufgelöst haben. 

Dr. Ralf Peters ist als Künstler auf den Feldern Extended Voice, Performance Art und Konzeptkunst unterwegs. Seine künstlerischen Projekte sind meist als mehrjährige Forschungen angelegt, aus denen verschiedene Aktionen und Objekte entstehen. Die Projekte sind oft im politischen und ökologischen Raum angesiedelt. Der promovierte Philosoph arbeitet als Sprecher und Rezitator, schreibt und bloggt zu den Themen Kunst und Stimme und ist Mitbegründer und einer der künstlerischen Leiter des Stimm- und Performance-Ensembles KörperSchafftKlang und Vorsitzender des stimmfeld-Vereins.

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